Wassermenge, Kochzeit, Härtegrad, Pflege und Kauf: Hier stehen die Fragen, die vor dem Kauf und im Alltag mit einem Eierkocher am häufigsten aufkommen – kurz beantwortet und nach Themenbereich sortiert.
Wenn Sie mehrmals pro Woche Eier kochen, ja. Bei den meisten Geräten im Vergleich heizt der Eierkocher nur so lange, bis das eingefüllte Wasser verdampft ist, und meldet das Ende mit einem Signalton; Geräte mit elektronischer Kochzeitüberwachung übernehmen das stattdessen über eine Zeituhr. In beiden Fällen wird der Härtegrad dadurch von Durchgang zu Durchgang wiederholbar. Im Topf schätzen Sie Wassermenge und Kochzeit jedes Mal neu. Die Geräte im Vergleich sind, soweit der Hersteller eine Wattzahl nennt, mit 300 bis 500 W angegeben und laufen nur wenige Minuten.
Sie füllen eine abgemessene Menge Wasser in die Heizschale, setzen die angestochenen Eier in den Kocheinsatz und schließen den Deckel. Das Wasser verdampft, die Eier garen im Dampf. Den Härtegrad steuert bei den meisten Geräten die Wassermenge: mehr Wasser bedeutet eine längere Kochzeit und ein härteres Ei. Einzelne Geräte wie der WMF Stelio regeln stattdessen über eine Zeituhr: Gemessen wird trotzdem mit dem Messbecher, nur bestimmt die Menge dort nicht mehr den Härtegrad – den stellen Sie am Regler ein. Ausführlich steht der Zusammenhang im Ratgeber zu Kochzeit und Härtegrad.
Nicht jeder Hersteller nennt eine Wattzahl; wo eine Angabe vorliegt, reicht sie von 300 W beim SEVERIN EK 3163 bis 500 W beim KESSER Eierkocher. Geheizt wird nur, bis das Wasser verdampft ist, also wenige Minuten je Durchgang. Der Verbrauch bleibt damit im Bereich weniger Cent.
So viel, wie die kleinste Markierung des mitgelieferten Messbechers angibt – bei Geräten, die den Härtegrad über die Wassermenge steuern. Weiche Eier brauchen die geringste Wassermenge, für wachsweiche und harte Eier steigt sie stufenweise an. Geräte mit Zeitsteuerung stellen den Härtegrad stattdessen am Regler ein. Die Markierungen unterscheiden sich je Gerät – verlassen Sie sich auf den eigenen Messbecher, nicht auf Werte aus einer fremden Anleitung. Mehr dazu im Ratgeber zu Kochzeit und Härtegrad.
Das Gerät gibt die Kochzeit nicht selbst vor, sondern beendet sie, sobald das Wasser verdampft ist. Für harte Eier füllen Sie deshalb die größte auf dem Messbecher markierte Menge ein; die Kochzeit fällt dann einige Minuten länger aus als für weiche Eier. Geräte mit Drehregler wie der Cloer 6070 stellen den Härtegrad stattdessen direkt ein.
Im stumpfen Ende jedes Eis sitzt eine Luftkammer. Erwärmt sie sich, dehnt sich die Luft aus und sprengt die Schale, wenn sie nicht entweichen kann. Deshalb liegt jedem Gerät im Vergleich ein Eierstecher bei, meist am Messbecher integriert: Stechen Sie jedes Ei vor dem Kochen am stumpfen Ende an. Die beiden weiteren Ursachen stehen unter Eier platzen vermeiden.
Ja. Kalte Eier platzen allerdings leichter, weil der Temperatursprung größer ist – das Anstechen ist dann besonders wichtig. Rechnen Sie außerdem mit einem etwas weicheren Ergebnis als bei Eiern mit Zimmertemperatur, wenn Sie dieselbe Wassermenge einfüllen.
Zuverlässig geht das mit einer Fortkoch- oder Weiterkochfunktion. Der Cloer 6070 hat eine Weiterkochfunktion, der WMF Stelio eine Fortkochstufe – bei beiden werden die weichen Eier nach dem ersten Signalton entnommen, die übrigen garen weiter. Ohne eine solche Funktion bleiben zwei Durchgänge – die Alternativen zeigt der Ratgeber für Familien.
Der kleine Dorn am Boden oder Rand des Messbechers ist der Eierstecher. Sie drücken das Ei mit dem stumpfen Ende darauf, bis ein feines Loch entsteht. Durch dieses Loch entweicht die Luft aus der Luftkammer, das Ei platzt nicht. Einen zweiten Zweck hat er nicht – gemessen wird mit der Skala darüber.
Das unterscheidet sich deutlich. Beim Russell Hobbs 14048-56 beschreiben mehrere Rezensionen den Signalton als schrill, beim Tristar EK-3076 und beim SEVERIN EK 3163 dagegen als sehr leise. Wer das Gerät in einer offenen Küche nutzt, sollte darauf achten – zu einigen Geräten im Vergleich äußern sich die ausgewerteten Rezensionen zur Lautstärke allerdings gar nicht.
Verringern Sie die Wassermenge um eine halbe Markierung und behalten Sie den Wert bei, sobald das Ergebnis passt. Nehmen Sie die Eier außerdem sofort nach dem Signalton heraus: Im geschlossenen Kocheinsatz garen sie im Restdampf weiter. Bei Geräten mit Drehregler stellen Sie stattdessen eine Stufe weicher ein. Wird das Ergebnis über Monate ungenauer, kann Kalk auf der Heizschale die Ursache sein: siehe Entkalken und reinigen.
Mit einer Essig-Wasser-Lösung. Füllen Sie sie in die kalte Heizschale, lassen Sie sie einwirken und wischen Sie den gelösten Kalk anschließend ab. In den Rezensionen mehrerer Geräte im Vergleich – etwa des Tristar EK-3076 – wird genau dieser Weg als wirksam beschrieben. Dosierung, Einwirkzeit und Turnus stehen im Ratgeber zum Entkalken und Reinigen – eine verkalkte Heizschale verändert die Kochzeit.
Das hängt am Gerät. Beim WMF Stelio dürfen Deckel und Kocheinsatz laut Hersteller in die Spülmaschine, der KESSER Eierkocher wird vom Hersteller als spülmaschinengeeignet angegeben. Beim Russell Hobbs 14048-56 ist das laut einer Rezension ausdrücklich nicht vorgesehen. Prüfen Sie die Angabe vor dem ersten Spülgang.
Bei Geräten mit elektronischer Kochzeitüberwachung ist das gewollt: Sie füllen bewusst etwas mehr Wasser ein, als im eingestellten Zeitraum verdampft, damit die Heizschale nicht trockenläuft. Beim KESSER Eierkocher beschreibt eine Rezension das ausdrücklich so. Bei Geräten, die über die Wassermenge steuern, verdampft das Wasser dagegen vollständig; bleibt dort trotzdem ein Rest, wurde zu viel eingefüllt. Schütten Sie den Rest nach jedem Durchgang aus und wischen Sie die Schale trocken – sonst setzt sich dort Kalk ab.
Erst abkühlen lassen, dann mit einem feuchten Tuch auswischen. Scheuermittel und harte Schwämme sind ungeeignet, sie zerkratzen die Oberfläche. Hartnäckigen Kalk lösen Sie mit einer Essig-Wasser-Lösung. Eine nahtlose Edelstahl-Kochmulde wie beim Russell Hobbs 14048-56 macht das laut Rezensionen besonders einfach.
Mit der passenden Pochierschale ja – das ist eine flache Schale für das Ei ohne Schale. Im Lieferumfang haben sie unter anderem der Cloer 6070 mit drei Schalen, der Philips 3000 und der Russell Hobbs 14048-56, dort laut Rezensionen mit gutem Ergebnis. Beim ProfiCook PC-EK 1275 zweifelt eine Rezension, ob das Ergebnis wirklich pochierten Eiern entspricht.
Sie hält fertig gekochte Eier im Gerät warm, bis alle am Tisch sitzen. Beim Arendo Sevencook nennt der Hersteller einen Warmhaltemodus, ohne eine Zeitangabe. Für einen Haushalt, der gestaffelt frühstückt, ist das der praktischste Zusatz – wer sein Ei sofort isst, braucht ihn nicht.
Sie trennt die Heizung nach einer festen Zeit vom Strom, auch wenn niemand das Gerät ausschaltet. Der Russell Hobbs 14048-56 schaltet laut Datenblatt nach zwei Stunden ab. Nicht jedes Gerät hat sie: Der SEVERIN EK 3163 kocht laut einer Rezension weiter, bis der Netzstecker gezogen wird.
Einige Geräte haben dafür eine Omelettschale. Der KESSER Eierkocher liefert sie laut Hersteller mit, beim ProfiCook PC-EK 1275 übernimmt der herausnehmbare Einsatz diese Aufgabe. Erwarten Sie kein Pfannenergebnis: Gegart wird im Dampf, das Omelett bleibt weich.
Im Vergleich reicht die Spanne von 3 bis 8 Eiern. Kompaktgeräte für 1–3 Eier genügen Ein- und Zwei-Personen-Haushalten, Geräte für bis zu 7 Eier decken den Familienhaushalt ab, und für Gäste oder Ostern gibt es Modelle für 8 Eier. Über den Filter Haushaltsgröße auf der Vergleichsseite grenzen Sie das in einem Klick ein.
Edelstahl ist unempfindlicher gegen Kratzer und lässt sich leichter von Kalk befreien; acht der elf Geräte im Vergleich sind laut Herstellerangabe als Edelstahlgerät ausgewiesen. Wie viele Bauteile das im Einzelnen betrifft, ist herstellerseitig nicht immer angegeben – bei einzelnen Modellen ist ausschließlich der Deckel als Edelstahl deklariert. Kunststoffgehäuse sind leichter und meist günstiger. Beachten Sie dabei: Deckel, Kocheinsatz und Messbecher bestehen auch bei Edelstahlgeräten fast immer aus Kunststoff.
12-V-Geräte für den Zigarettenanzünder gibt es, in diesem Vergleich stehen sie aber nicht: Unsere Auswahl umfasst ausschließlich Geräte für das Haushaltsnetz mit 230 V. Wer im Wohnmobil mit Landstrom oder Wechselrichter arbeitet, kann ein Gerät aus dem Vergleich nutzen – achten Sie dann auf die vom Hersteller angegebene Leistung – wo sie genannt wird, liegt sie zwischen 300 und 500 W.
Ja, sofern eine gewöhnliche Steckdose mit 230 V erreichbar ist – wie beim Einsatz im Auto oder beim Camping oben genügt dafür kein 12-V-Gerät. Für den Schreibtisch oder die Teeküche passt ein kompaktes Gerät für 1–3 Eier am besten, etwa der Krups Ovomat Trio. Beim SEVERIN EK 3163 ist im Büro besondere Vorsicht geboten: Er ist das einzige Gerät im Vergleich, das am Ende der Kochzeit nicht von selbst abschaltet, sondern laut Rezensionen weiterkocht, bis der Regler zurückgedreht oder der Netzstecker gezogen wird – und sein Signalton fällt laut Rezensionen vergleichsweise leise aus, sodass er im Großraumbüro leicht überhört wird.
Ja, als Kunststoffeinsatz ohne eigene Heizung. In den ausgewerteten Trefferlisten war aber kein Mikrowellen-Eierkocher unter den meistverkauften Geräten. Er steht deshalb nicht im Vergleich – alle Geräte hier arbeiten elektrisch mit Dampf.
Einer, der viele Eier in einem Durchgang schafft. Für gefärbte Eier sind die Geräte mit 8 Plätzen die passende Wahl; im Vergleich sind das der KESSER Eierkocher und der ProfiCook PC-EK 1275. Für harte Eier stellen Sie beim ProfiCook die größte Markierung des Messbechers ein; der KESSER regelt den Härtegrad stattdessen über die Stufe „hart“ am Drehschalter. Worauf es beim Färben ankommt, steht im Ratgeber für Familien.
An der Dosierhilfe und an der Rezensionslage. Ein Messbecher mit beschrifteten Markierungen für Eierzahl und Härtegrad nimmt das Raten heraus; unbeschriftete Striche führen laut Rezensionen regelmäßig zu falscher Wassermenge. Unser Kriterium Kochergebnis wiegt deshalb mit 35 % am schwersten – die Herleitung steht auf der Vergleichsseite.